Mallorca 08.05. - 15.05.


mit 60 Personen auf 7 Yachten unterwegs !!     

WSS Foerste ging auf Reisen und heraus kam ein Törn mit vielen kleinen Geschichten.
Eine davon ist die Geschichte der Bavaria 50 "Zangano" mit 10 Personen.

 

Bernd

Silvia

Dorit

Waltraut

Rolf

Bernd

Silvia

Dorit

Waltraut

Rolf

 

Gerd

Jutta

Jürgen

Katrin

Burkhard

Gerd

Jutta

Jürgen

Katrin

Burkhard

 

Die Anreise über Berlin Tegel und Palma war der Anfang zu einem Trip in etwas vollkommen Neues. Acht Personen waren noch nie auf einem Segelboot nur Rolf und ich hatten schon mal eines gesehen. Aber unser  Ausflugsdampfer sollte sich noch entwickeln. Übernahme und Aufteilung der Kojen ging zügig voran und so konnte zum einkaufen abgelegt werden. Das schönste am Einkauf ist das Bier danach. So kam es, das wir in einer kleinen gemütlichen Pinte hingen blieben und schon einmal die Köpfe zusammen stecken konnten. Denn, keinen kante vor dem Törn einen anderen. Super wie jetzt schon die Stimmung war und sie blieb es auch bis auf ein paar Minuten der Besinnung und inneren Auskehr.

unser Reiseabschnitt

Die erste Nacht und das Ablegen danach waren neue Eindrücke die erst einmal der Körper verkraften musste. Mit leichter Briese und Motor ging es hinaus in die Bucht von Palma um vor dem Ballermann erstenmal zu stoppen und die neu gekauften Angeln zu testen. Angeln=Köder baden – oder der klägliche Versuch den Speisezettel ein wenig zu beleben. Hinzu kam, das wir leicht vor der Dünung trieben und dies noch so schnell, da hätten wir schon einen schlafenden Fisch zufällig mit dem Hacken Aufpickseen müssen den jeder Versuch eines Fisches, diesen zu bekommen musste bei allem guten Wünschen in die Schuppen gehen. Selbst ein abgerichteter Fisch hätte große Schwierigkeiten gehabt uns zu folgen. Kurzum die Speisekate blieb weiß und unsere Yacht wurde nicht zu einer Fischräucherkammer umgerüstet. Segel hoch und bei leicht einsetzendem Wind raus ins Blaue.
Erste Zeichen von Magenverstimmungen machten sich breit und tapfer wurden die vorher nach unten beförderten Leckerbissen wieder an das Tageslicht gebracht. Platzkarten an der Reling wurden verteilt und ein ganz neues Verhältnis zu seinen inneren Werten wurde aufgebaut, denn man bekam sie noch einmal zu (aus dem) Gesicht. Unser erstes geplantes Ziel war eine Ankerbucht Cala Pi nach ca. 14sm und hier wollten wir die erste Nacht verbringen. Leider zeigte sie sich nicht so ruhig und schön denn als wir ankamen mussten wir feststellen, das die Welle genau auf der Einfahrt steht. An schlafen wäre hier nicht zu denken. Also wieder raus und Ausschau gehalten nach dem nächsten Hafen. Unsere Flotte von sieben Yachten war inzwischen zersprengt und segelte auf verschiedenen Kursen ostwärts.


TOP 1>unser Funkgerät verabschiedete sich leise aber für immer.


Keine Verbindung zum Hafen und den anderen Yachten. Ein Umstand, der mich schon ein wenig beunruhigte, denn sollten wir Hilfe irgendeiner Art benötigen, wo und wie? Es blieb für mich nur das Handy um über den Umweg Deutschland eine Verbindung zu einer unserer Yachten herzustellen. Als Treff kam der Hafen von La Rapita in Betracht. Einige waren schon da und so machten wir uns auch auf den Weg. Im Päckchen liegend ging die Nacht vorbei und der neue Tag brachte neben vielen Eindrücken auch die Bestätigung, wir werden in dieser Woche einen Sturm bekommen.

Bei sieben Yachten mit verschiedenen Vorkenntnissen und verschiedenen Zielen ein unsicheres Unterfangen. So kam es, das die Truppe sich teilte, drei Yachten gingen zurück in Richtung  Palma und vier Yachten gingen weiter nach Osten. Wir legen ab und wieder bei leichter Briese musste ich planen wo unser nächstes Ziel sein würde. Bei diesem Wind und einer Mannschaft, die sich noch nicht freigesegelt hatte, konnte dies nur ein Hafen sein der ca. 20sm entfernt war.


TOP2> den Hafen gab es nicht


Durch unsere 15m Länge hatten wir auch einen Tiefgang von 1,85m und benötigten somit einen Hafen von mind. 2m Wassertiefe und den gab es nicht. Wir hätten wie die anderen Yachten bis Porto Colom durchsegeln müssen was 10 Stunden gleichzusetzen ist. Entscheidung wir segeln bis vor Pta. Salinas und dann wieder zurück.
Nach dem festmachen gegen 1430 Uhr wurde das Beiboot klar gemacht und die Mannschaft ausgeschifft zum Badestrand. In der Brandung raus ins Wasser. Bei unserem Törn war uns schon etwas im Wasser aufgefallen. Kleine Himbeerkondome schwammen auf der Wasseroberfläche. Jetzt konnten wir sie genauer untersuchen. Eine Art Qualle die ein Segel führt und sich so treiben lässt. Das Bild aus der Kondom-Werbung „heute Abend das kleine Schwarze „ kennt jeder und so sahen die Dinger auch aus nur in Lila. Ein herrlicher Nachmittag am Strand ging zu Ende. Nur Dorit hatte großes Pech, eine 10cm lange Risswunde an der Wade verdammte Sie dazu keinen Kontakt mit dem Salzwasser aufzunehmen.

Am Dienstag ging es um 1000 Uhr wieder los Ziel Insel Cabrera.

Wir kreuzten dazu die Freu de Cabrera und waren gegen 1230 Uhr vor der Insel und hätten schon in die Bucht segeln können. Aber nicht mit uns. Entscheidung der Mannschaft, wir wollen mehr und so kam gingen wir auf Sightseeingtour um die Insel. Kurs ostwärts und rechts herum. In den Unterlagen stand, Naturschutzgebiet und Übungsgeländer der U-Boote vielleicht bestand die Möglichkeit ein Sehrohr zu umfahren. Doch dieser Wunsch blieb ungehört und verhall in den Brandungsgeräuschen der Insel. Der Wind war inzwischen auf 25kn angestiegen und zwischen den kleinen Inseln bauten sich ab und zu eine Kreuzsee auf die eine Augenweide war. Die Mannschaft hatte viel Spaß an dieser Fahrt durch die rauschenden Wellen. Es war mir schon eine ganze Zeit lang aufgefallen, das die Höhe zunahm und wir trotz Reff immer noch mit 8-9 kn durch die kribblige See gingen. Die drei Meter Welle kam schon regelmäßig mal vorbei, blieb aber zum Glück nicht. An der Südostspitze angekommen gingen wir auf Westkurs um den Leuchtturm von Pta Imperial zu runden. Nach der Rundung ging es nach Norden in Richtung Cabo Liebeig wo die Einfahrt zur Bucht lag. Wind mit einer konst. Geschwindigkeit von 25-30kn lies ein trockenes Segeln nicht mehr zu. Mit Reff und Kränkung ging es hinaus aus Meer um die Höhe zu bekommen.
Das stampfen und die plötzliche ruhige Stimmung an Bord brachte mich zu der Überlegung nicht ganz so weit raus zu segeln und schon einmal einen Test zu machen wie der andere Bug bei dieser See liegt. Gemacht getan und leider mit dem Erfolg, die Höhe nicht halten zu können. Im Klartext, auf Backbordbug 100m in Richtung Ziel > auf Steuerbordbug 40m wieder zurück. Für uns bedeutet dies, um die 500m Höhe zu schaffen 900m Höhe auf der Kreuz herauszusegeln Bei 3-4kn und einer starken Abdrift wäre das ein Zeitbedarf von drei Stunden gewesen. Dazu kam das der Wind immer weiter zunahm. Wir kamen jetzt schon nicht mehr unter 28kn Wind und  in Böen auf 35 kn. Bei unserem nahestem Punkt zum Land, Motor an und langsam bei kleiner Welle hoch zur Einfahrt. Nach passieren der Enge wurde das Wasser merklich ruhiger und wir konnten uns eine der vielen freien Bojen aussuchen. Festmachen und die Nacht schlecht schlafen waren jetzt die Parolen. Leider kam es auch so. Der Sturm kam nicht zur Ruhe und selbst in der Bucht hatten wir noch Windspitzen von 25-28kn ohne See. Das schlagen der Aufbauten und die neuen Geräusche an Bord brachten meiner Mannschaft eine kurze Nacht.

Die Entschädigung kam in Form eines Landausfluges am nächsten Tag. Mit der Gummiente alle rüber an Land wandern und Ausschau halten nach dem weltweit bekanntem und gefürchtetem Cabrerahuhn. Besuch des Kastells und der klägliche Versuch den Leuchtturm an der Südspitze  zu besichtigen waren die ersten Ziele. Den Geologen ein wenig über die Schulter gescheut und eine Rattenart in freier Natur beobachtet. Dazu eine natur die urwüchsig geblieben ist und Ausgrabungsstellen aufweist die bestimmt noch nicht alle Geheimnisse preisgegeben haben. Durch die Sonne wachten die Gemüter auf und beim Abendessen war es so, als ob es nie Sturm gegeben hatte.

Als kleine Entschädigung ging es am nächsten Tag um 0600 Uhr los um den Sonnenaufgang auf See zu erleben. Als es soweit war hatte ich nur kleine Japaner um mich. Die Überfahrt in die Bucht nach Palma verlief super. Zeitweilig liefen wir wie auf Schienen mit 9,5kn dahin und Bedingungen waren so etwas von perfekt, das wir zügig in Sicht von Palma kamen.


Überall klickten die Fotoapparate und die Sonne hatte keine Chance – Du wollen Foto machen ??

Wo sollte es jetzt hin gehen Es war Donnerstag und wir hätten noch einen Hafen anlaufen können um dann von dort zurück nach Can Pastilla zu gehen Doch die Abstände zwischen Palma Can Pastilla El Arenal sind so kurz, da spielt es keine Rolle wohin man geht. So stand fest gleich in unseren Heimathafen zu gehen. Tanken festmachen und Vorbereitungen für Freitag. Nach diesen schönen Tagen sollte unser Törn am Freitag mit einer Inselrundfahrt enden. Dazu wurden zwei Autos gemietet und los ging es am Freitag nach Porto Christo-Alcudia-Pollewnsa-Inca.

Besuch der Drachenhöhle, Besuch Cap Formentor sowie des Klosters Lluck  waren für uns alle ein Ausklang einer Woche, der nicht besser hätte sein können. Zurück gegen 2000Uhr ging es zum Ballermann um einen zu ballern man. Die Nacht war kurz denn die letzten gingen um 0500Uhr in die Koje und um 0630Uhr wieder raus, damit in Ruhe gefrühstückt werden kann.
Das Schiff sollte zwischen 0800-0900Uhr geräumt sein. Gepäck weg und mit dem Bus rein nach Palma-Stadt um die Zittadelle, Hafen und Altstadt noch unter die Schuhe zu nehmen.

     

Ein wenig müder aber doch zufrieden ging es um 1800Uhr zum Check in um pünktlich 2005Uhr abzuheben.
Aus acht Landratten wurden Wassersportler. Noch keine Segler aber jeder von ihnen weiß jetzt wie weit er sich etwas zumuten kann. Vielleicht kommt einer mit wenn es wieder heißt    >>>>>>>>> Segeln mit Touristen.

Bis die Tage
Burkhard